Tag 9

Ich schlief bis die Sonne unser Zelt erwärmte. Dann wurde es Zeit die Daune zu verlassen, da es ab da unerträglich heiß wurde. Gemächlich machten wir uns ans Frühstück und gegen Mittag machte ich mich mit Jonas auf den Weg zur Mitria um dort noch eine leichte 5 Seillängentour 120 Meter zu starten. Zwischendurch blieben wir noch bei einem Brasilianer hängen und erklärten ihm Details zur Route Filo de Caballito und im Anschluss noch bei zwei Argentiniern aus Bariloche, die noch viele Tipps und Locations für uns zum Klettern dort hatten. Eine gute Location zum Klettern wäre wohl Nueva Coloña, Neukölln, auch gut. Nach etwas suchen stiegen wir gegen 14:30 in die Route ein und kamen gegen 18:20 wieder am Wandfuß an. Schneller als gedacht, so kochten wir auch nicht so spät wie am gestrigen Abend. Durch die langen Klamotten beim Zu- und Abstieg kamen wir ganz schön ins Schwitzen, aber sich nochmal trotz Sonnencreme verbrennen wollten wir nicht riskieren. Durch den Schweiß löste sich, die sich pellende Haut noch schneller ab und so sah ich auch wie eine Mischung aus Schlange und Eidechse. Am Abend luden uns unsere neuen Nachbarinnen zu einem gezuckerten Mate ein und erzählten uns, dass sie nur eine Nacht bleiben würden um den ersten Vollmond im neuen Jahr zu begrüßen. In der Nacht lud uns der Besitzer des Terrains zu einem leckeren Asado und Cerveza ein, da er mit seinen freiwilligen Helfern, allesamt Kletterer, eine Toilette bauen und dies befeiern wollten. Die Planung dauerte 3 Jahre und der Bau lebt von Spenden der Touristen und Kletterer Vorort. Der Mond stand hoch als wir uns spät zu Bett begaben.

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